U-Bahnhof Schwartzkopffstraße

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U-Bahnhof Schwartzkopffstraße

Geisterbahnhof   Schwartzkopffstraße / Chausseestraße, 10115 Berlin  

Dieser U6-Geisterbahnhof wurde während seiner Schließung zweimal umbenannt: 1951 in „Walter-Ulbricht-Stadion“ und 1973 in „Stadion der Weltjugend“. Diese Änderungen waren nur für Wachposten und westliche Fahrgäste sichtbar, die durch die Zugfenster blickten. Obwohl der Bahnhof jahrzehntelang geschlossen war, wurden neue Schilder angebracht. Nach dem Mauerfall wurde der ursprüngliche Name wiederhergestellt.

Die Absurdität des umbenannten Bahnhofs war ein Sinnbild für das Leben in der geteilten Stadt. Neue Schilder wurden gefertigt und in einem Bahnhof angebracht, den kein Zivilist je betreten würde, sichtbar nur für patrouillierende Grenzposten und westliche Fahrgäste, die durch die Zugfenster einen flüchtigen Blick erhaschten. Der Aufwand, eine offizielle Identität für einen versiegelten, leeren Bahnsteig aufrechtzuerhalten, zeugte von der bürokratischen Starrheit des DDR-Staates.

Trotz jahrzehntelanger Schließung wurde der Bahnhof gerade so weit instand gehalten, dass ein baulicher Verfall verhindert wurde, blieb aber bewusst abweisend: schummriges Licht, versiegelte Ausgänge und die allgegenwärtigen Wachposten. Nach der Wiedervereinigung erhielt der Bahnhof seinen ursprünglichen Namen Schwartzkopffstraße zurück und wurde wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.

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