Das Brandenburger Tor wurde zum Hauptsymbol der Teilung Berlins. Von 1961 bis 1989 stand es unzugänglich im Todesstreifen – sichtbar, aber von beiden Seiten unerreichbar. Am 22. Dezember 1989 wurde das Tor wieder eröffnet, als sich über 100.000 Menschen zum Feiern versammelten. Heute ist es der zentrale Ort für Wiedervereinigungsfeiern.
Das 1791 als klassizistisches Stadttor errichtete Brandenburger Tor war fast zwei Jahrhunderte lang ein Symbol Berlins, bevor die Mauer es zu einem Symbol der Teilung machte. Als die Mauer am 13. August 1961 errichtet wurde, blieb das Tor im Todesstreifen stehen, von beiden Seiten unzugänglich. DDR-Grenzsoldaten patrouillierten davor, und westliche Besucher konnten es nur aus der Ferne betrachten, von Aussichtsplattformen hinter der Mauer aus.
West- und Ostdeutsche am Brandenburger Tor im Jahr 1989 (Foto: Lear 21)
28 Jahre lang erschien das Tor auf unzähligen Fotografien und in Nachrichtensendungen als das eindringlichste visuelle Symbol der Teilung im Kalten Krieg. Westliche Staatsmänner wie John F. Kennedy und Ronald Reagan hielten in Sichtweite des Tores Reden, wobei Reagan 1987 die berühmte Forderung stellte: „Mr. Gorbachev, tear down this wall!“
Am 22. Dezember 1989, nur sechs Wochen nach dem Mauerdurchbruch, wurde das Brandenburger Tor in einer Zeremonie offiziell wiedereröffnet, an der die Regierungschefs beider deutscher Staaten teilnahmen. Über 100.000 Menschen versammelten sich zum Feiern, und die Bilder der durch das Tor strömenden Menschenmengen wurden zum prägenden Sinnbild der deutschen Wiedervereinigung. Heute steht das Tor im Herzen des wiedervereinten Berlins und ist der zentrale Ort für nationale Feierlichkeiten.
Bau der Berliner Mauer am Brandenburger Tor, 1961 (Foto: Bundesarchiv / Rudolf Hesse)
Menschen auf der Berliner Mauer nahe dem Brandenburger Tor, 9. November 1989 (Foto: Sue Ream)