S-Bahnhof Bornholmer Straße

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S-Bahnhof Bornholmer Straße

Geisterbahnhof   Bornholmer Straße, 10439 Berlin  

Der einzige oberirdische Geisterbahnhof. West- und Ost-S-Bahn-Gleise verliefen parallel durch den Bahnhof, waren aber durch einen hohen Zaun getrennt. Westliche Züge hielten hier nicht. Der Bahnhof liegt neben dem Straßengrenzübergang Bornholmer Straße, wo die Mauer in der Nacht des 9. November 1989 zuerst durchbrochen wurde.

Seine oberirdische Lage machte die Bornholmer Straße unter den Geisterbahnhöfen einzigartig. Während die unterirdischen Geisterbahnhöfe den Blicken verborgen waren, war die Teilung hier für jeden Vorbeikommenden sichtbar. West- und Ostgleise waren durch einen hohen Zaun und Stacheldraht getrennt, und bewaffnete Wachen überwachten die Absperrung. Fahrgäste in westlichen Zügen konnten beim Durchfahren ohne Halt zum östlichen Bahnsteig hinübersehen.

Die Lage des Bahnhofs verschaffte ihm einen Logenplatz für die Geschichte: Er liegt direkt neben dem Straßengrenzübergang Bornholmer Straße, wo die Berliner Mauer in der Nacht des 9. November 1989 zuerst durchbrochen wurde. Während die Menschenmengen über die darüber liegende Bösebrücke strömten, blieb der Geisterbahnhof darunter geschlossen; er sollte erst mehrere Wochen später wieder eröffnet werden. Heute ist er ein normaler Pendlerbahnhof, mit Informationstafeln, die seine außergewöhnliche Geschichte erzählen.

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