Bornholmer Straße

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Bornholmer Straße

Grenzübergang   Bornholmer Straße 65, 10439 BER  

Der nördlichste Grenzübergang innerhalb der Stadt erstreckte sich von der Bösebrücke bis zur Malmöer Straße. Dieser Grenzübergang war der erste, der nach dem Mauerfall geöffnet wurde. Er wurde von den Grenzposten geöffnet, nachdem sich auf beiden Seiten Menschenmengen versammelt hatten und ihnen keine andere Wahl blieb, als die Grenze zu öffnen.
In der Nähe: Ein 200 m langer Abschnitt der „Hinterlandmauer“, Denkmal „Mind the Gap“, Gedenkstein an den Mauerfall

Die Ereigniskette begann mit Günter Schabowskis verworrener Pressekonferenz am Abend des 9. November 1989, bei der er versehentlich verkündete, dass die neuen Reiseregelungen „sofort, unverzüglich“ in Kraft treten würden. Tausende Ost-Berliner strömten zur Bornholmer Straße, wo der Grenzkommandant Harald Jäger und seine überforderten Grenzposten einer wachsenden, zunehmend ungeduldigen Menge gegenüberstanden. Gegen 23:30 Uhr traf Jäger die historische Entscheidung, den Schlagbaum ohne Genehmigung seiner Vorgesetzten zu öffnen – der erste Durchbruch der Berliner Mauer.

Autos passieren 1990 den Grenzübergang Bornholmer Straße

Autos passieren 1990 den Grenzübergang Bornholmer Straße (Foto: Bundesarchiv)

Die Ereigniskette begann mit Günter Schabowskis verworrener Pressekonferenz, bei der er versehentlich verkündete, dass die neuen Reiseregelungen „sofort, unverzüglich“ in Kraft treten würden. Tausende Ost-Berliner strömten zur Bornholmer Straße, wo der Grenzkommandant Harald Jäger und seine überforderten Grenzposten einer wachsenden, zunehmend ungeduldigen Menge gegenüberstanden. Gegen 23:30 Uhr traf Jäger die historische Entscheidung, den Schlagbaum ohne Genehmigung seiner Vorgesetzten zu öffnen.

Ein 200 Meter langer Abschnitt der Hinterlandmauer steht noch in der Nähe der Brücke, und das Denkmal „Platz des 9. November 1989“ markiert die Stelle, an der der Schlagbaum gehoben wurde. Informationstafeln mit Fotografien und persönlichen Berichten dokumentieren die Ereignisse jener außergewöhnlichen Nacht. Die nahe gelegene Bösebrücke selbst ist zu einem Symbol der friedlichen Revolution geworden.

Bösebrücke, 2004

Bösebrücke, 2004 (Foto: Hk_kng)

Gedenktafel an der Bösebrücke erinnert an den ersten beim Mauerfall geöffneten Grenzübergang

Gedenktafel an der Bösebrücke erinnert an den ersten beim Mauerfall geöffneten Grenzübergang (Foto: Exxu)

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