Steinstücken, eine kleine Exklave mit rund 200 Einwohnern, ist das südlichste Gebiet Berlins in Wannsee. Zeitweise bestand die Grenze hier nur aus Stacheldraht und war Schauplatz zahlreicher Fluchtversuche. Eine feste Grenzmauer wurde errichtet, nachdem 20 DDR-Grenzposten in den Westen geflohen waren.
In der Nähe: Ein „Hubschrauberdenkmal“ erinnert an die regelmäßigen Hubschraubertransporte von Truppen.
Die Verwundbarkeit der Exklave wurde 1951 zu einem internationalen Zwischenfall, als die ostdeutsche Polizei sie kurzzeitig besetzte und damit eine Reaktion des US-Militärs auslöste. Über Jahre hinweg war Steinstücken nur über einen schmalen, von ostdeutschen Kräften streng bewachten Korridor erreichbar. Die United States Army flog regelmäßig Truppen per Hubschrauber in die Exklave ein, um die Entschlossenheit der Alliierten zu demonstrieren, und Präsident Kennedy griff 1961 persönlich ein und ordnete an, dass Steinstücken als Teil West-Berlins geschützt werde.
Bahnstrecke von Steinstücken zum übrigen West-Berlin 1987 (Foto: Jochims)
Über Jahre hinweg war Steinstücken nur über einen schmalen, von ostdeutschen Kräften streng bewachten Korridor erreichbar. Die United States Army flog regelmäßig Truppen per Hubschrauber in die Exklave ein, um die Entschlossenheit der Alliierten zu demonstrieren, und ein „Hubschrauberdenkmal“ nahe der Exklave erinnert an diese Flüge. Präsident Kennedy griff 1961 persönlich ein und ordnete an, dass Steinstücken als Teil West-Berlins geschützt werde.
1972 sicherte ein Gebietsaustauschabkommen zwischen den beiden deutschen Staaten eine dauerhafte Straßenverbindung nach Steinstücken und beendete damit dessen Isolation. Heute ist die Exklave ein ruhiges Wohnviertel mit kaum sichtbaren Spuren der Mauer, doch Informationstafeln markieren den ehemaligen Grenzverlauf.
Grenzzaun um die Bahnstrecke von Steinstücken, mit Panzersperren (Foto: Jochims)
Metallener Grenzzaun um die Bahnstrecke von Steinstücken, mit Bahnalarmanlage (Foto: Jochims)
Wachturm am Grenzzaun der Bahnstrecke von Steinstücken (Foto: Jochims)