Heilandskirche Sacrow

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Heilandskirche Sacrow

Kalter-Krieg-Ort   Krampnitzer Straße, 14469 Potsdam  

Die Heilandskirche Sacrow ist eine markante Kirche im italienischen Stil am Ufer der Havel bei Potsdam. 28 Jahre lang während der deutschen Teilung abgeriegelt, wurde sie zu einem der eindringlichsten Symbole für die Auswirkungen der Berliner Mauer auf das alltägliche Leben.

Die von Ludwig Persius im Stil einer italienischen Basilika entworfene Kirche wurde 1844 auf Anweisung von König Friedrich Wilhelm IV. erbaut. Ihr markanter Glockenturm und der von Säulen gesäumte Portikus reichen bis ins Wasser der Havel hinein und bilden eine der meistfotografierten architektonischen Kompositionen der Potsdamer Landschaft.

Heilandskirche am Port von Sacrow

Heilandskirche am Port von Sacrow (Foto: Matthias Süßen)

Als die Mauer 1961 errichtet wurde, befand sich die Kirche unmittelbar im Grenzbereich. Ihr Glockenturm wurde in die Grenzmauer einbezogen, und das Gebäude wurde dem Verfall überlassen. Obwohl sie von West-Berlin über das Wasser hinweg deutlich sichtbar war, war sie von beiden Seiten völlig unerreichbar. Die Gemeinde wurde aufgelöst, und die Kirche stand fast drei Jahrzehnte lang verlassen und verfallend da.

Der erste Gottesdienst nach der Wiedervereinigung wurde an Heiligabend 1989 gehalten, während die Kirche noch in Trümmern lag. Die Restaurierungsarbeiten begannen in den 1990er Jahren und wurden 1995 abgeschlossen. Die Kirche ist seit 1990 als Teil der Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin UNESCO-Weltkulturerbe.

Heilandskirche Sacrow, Potsdam

Heilandskirche Sacrow, Potsdam (Foto: Glamourqueen)

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