U-Bahnhof Alexanderplatz (U8)

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U-Bahnhof Alexanderplatz (U8)

Geisterbahnhof   Alexanderplatz, 10178 Berlin  

Ost-Berlins verkehrsreichster Knotenpunkt war gleichzeitig ein Geisterbahnhof. Die U2- und U5-Bahnsteige dienten Ost-Berlinern ganz normal, während der baulich getrennte U8-Bahnsteig versiegelt und von Wachposten patrouilliert wurde, als westliche Züge ohne Halt durchfuhren.

Der Alexanderplatz bot eine einzigartig ungewöhnliche Situation: Der verkehrsreichste Knotenpunkt Ost-Berlins hatte einen versiegelten Geisterbahnhof unter sich verborgen. Ost-Berliner nutzten täglich die U2- und U5-Bahnsteige für ihren normalen Arbeitsweg, völlig ahnungslos oder gezwungen zu ignorieren, dass nur wenige Meter unter ihren Füßen westliche Züge unter bewaffneter Bewachung durch den versiegelten U8-Bahnsteig fuhren.

Die bauliche Trennung der U8-Ebene von den oberen Bahnsteigen bedeutete, dass der Geisterbahnhof in vollständiger Isolation bestehen konnte. Bewaffnete Wachposten patrouillierten den versiegelten Bahnsteig und hielten nach jedem Fluchtversuch Ausschau. Nach der Wiedervereinigung wurde der U8-Bahnsteig wiedereröffnet und in den Bahnhof integriert, wodurch die 28 Jahre lang durchtrennten Linien endlich wieder verbunden wurden.

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