S-Bahnhof Potsdamer Platz

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S-Bahnhof Potsdamer Platz

Geisterbahnhof   Potsdamer Platz, 10785 Berlin  

Einer der bekanntesten Geisterbahnhöfe. Die Mauer verlief direkt über dem Potsdamer Platz und verwandelte die einst verkehrsreichste Kreuzung Europas in eine leere Ödnis. Darunter blieb der versiegelte S-Bahnhof jahrzehntelang unberührt. Als er nach 1989 betreten wurde, fand man Werbeplakate aus den 1930er Jahren noch an den Wänden. Er war der letzte Geisterbahnhof, der am 3. März 1992 wieder eröffnet wurde.

Als Wartungsarbeiter den versiegelten Bahnhof nach 1989 endlich betraten, fanden sie ein konserviertes Interieur aus den 1930er Jahren vor: Werbeplakate für längst verschwundene Zigarettenmarken und Kaufhäuser, Verkaufsautomaten und originale Bahnhofseinrichtungen, im Dunkel von drei Jahrzehnten bewahrt. Die Entdeckung wurde international zur Nachricht, ein eindrückliches Bild für die Fähigkeit der Mauer, die Zeit einzufrieren.

Der Bahnhof war der letzte Geisterbahnhof, der wieder eröffnet wurde, und nahm den Betrieb erst am 3. März 1992 wieder auf, mehr als zwei Jahre nach dem Mauerfall. Die Verzögerung spiegelte die enormen Bauarbeiten wider, die für den Wiederaufbau des Potsdamer Platzes über der Erde erforderlich waren, der aus einer Brachfläche in eine der größten Baustellen Europas verwandelt worden war. Heute bedient der glänzende moderne Bahnhof die Türme und Einkaufszentren des neu gestalteten Potsdamer Platzes, ohne jede Spur der Leere, die ihn drei Jahrzehnte lang prägte.

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