Im ehemaligen Hauptquartier des Ministeriums für Staatssicherheit in Lichtenberg gelegen, bewahrt dieses Museum das Büro von Stasi-Chef Erich Mielke im Originalzustand. Die Ausstellung dokumentiert den Überwachungsapparat, der die DDR-Bürger ausspionierte – darunter Geräte zur Postüberwachung, versteckte Kameras und die Geruchsproben, mit denen Dissidenten verfolgt wurden.
Das Museum befindet sich im ehemaligen Hauptquartier des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) im Bezirk Lichtenberg, einem weitläufigen Gebäudekomplex, der das Nervenzentrum einer der durchdringendsten Überwachungsoperationen der Geschichte war. Auf ihrem Höhepunkt beschäftigte die Stasi über 91.000 hauptamtliche Mitarbeiter und schätzungsweise 189.000 inoffizielle Mitarbeiter, um die 16 Millionen Bürger der DDR zu überwachen.
Das erhaltene Büro von Erich Mielke im Stasi-Museum (Foto: Anagoria)
Das Herzstück des Museums ist die erhaltene Bürosuite von Stasi-Chef Erich Mielke, die genau so belassen wurde, wie sie war, als er im November 1989 entmachtet wurde. Besucher können die holzgetäfelten Räume, die abhörsichere Telefonanlage und die Privatgemächer sehen, von denen aus Mielke über drei Jahrzehnte lang die Operationen leitete. Weitere Exponate dokumentieren die Überwachungsmethoden der Behörde: in Gießkannen und Krawatten versteckte Kameras, Geräte zum Öffnen und Wiederverschließen von Post sowie die berüchtigte Sammlung von „Geruchsproben“ – in Gläsern versiegelte Tücher, mit denen Dissidenten anhand ihres Geruchs durch Spürhunde identifiziert und verfolgt wurden.
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