Grenzturm Nieder Neuendorf

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Grenzturm Nieder Neuendorf

Wachturm   Uferpromenade, 16761 Hennigsdorf  

Einer der letzten erhaltenen Wachtürme der Berliner Mauer. Diese Führungsstelle wurde 1987 als Kommandozentrale des Grenzregiments 38 „Clara Zetkin“ errichtet. Von hier aus beaufsichtigten Offiziere einen Abschnitt der Havelgrenze zwischen West-Berlin und der DDR und koordinierten 18 reguläre Wachtürme. Der Turm enthielt auch eine Arrestzelle für gefasste Flüchtlinge. Seit 1999 beherbergt er ein Museum, das das Grenzregime und seine Auswirkungen auf die Region Hennigsdorf dokumentiert.

Der 1987 als Führungsstelle errichtete Turm diente als Kommandozentrale des Grenzregiments 38 „Clara Zetkin“. Von hier aus koordinierten Offiziere 18 reguläre Wachtürme entlang der Havelgrenze und überwachten den Todesstreifen und die Wasserstraße darunter. Anders als gewöhnliche Beobachtungstürme handelte es sich hier um eine mehrgeschossige Führungseinrichtung mit Kommunikationstechnik und, besonders bemerkenswert, einer Arrestzelle im Erdgeschoss für jeden, der beim Versuch gefasst wurde, die Grenze zu überwinden.

Grenzturm Nieder Neuendorf am Ufer der Havel

Grenzturm Nieder Neuendorf am Ufer der Havel (Foto: Colin Smith, CC BY-SA 2.0)

Nach dem Mauerfall wurde der Turm als einer von nur einer Handvoll vor dem Abriss bewahrt. 1999 wurde im Inneren ein kleines Museum eingerichtet, und 2014 wurde die Ausstellung mit einem Multimedia-Erlebnis modernisiert, das das Grenzregime und seine Auswirkungen auf die Region Hennigsdorf dokumentiert. Der Turm wird vom Stadtarchiv Hennigsdorf verwaltet und kann kostenlos besichtigt werden.

Der Turm liegt knapp außerhalb der Berliner Stadtgrenze in Hennigsdorf, Brandenburg, ist über den Berliner Mauerweg erreichbar und lohnt einen Abstecher für alle, die die westliche Route mit dem Rad oder zu Fuß zurücklegen.

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