Grenzübergang Stolpe

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Grenzübergang Stolpe

Grenzübergang   Stolpe, 16540 Hohen Neuendorf  

Der 1982 eröffnete Grenzübergang Stolpe trägt die Besonderheit, der letzte Kontrollpunkt zu sein, der vor dem Mauerfall errichtet wurde. Am nördlichen Rand Berlins an der Fernstraße 96 gelegen, diente er Reisenden in Richtung Skandinavien und Ostseeküste.

Anders als die meisten Grenzübergänge der Berliner Mauer, die aus den 1960er oder frühen 1970er Jahren stammten, war Stolpe eine späte Ergänzung der Grenzinfrastruktur. Er wurde gebaut, um die Überlastung an anderen nördlichen Übergängen zu verringern und eine direkte Verbindung zum Autobahnring A10 zu schaffen. Der Kontrollpunkt verfügte nach DDR-Maßstäben über moderne Anlagen, darunter getrennte Spuren für Personenwagen, Lastwagen und Busse.

Während der dramatischen Ereignisse im November 1989 war Stolpe einer der letzten Übergänge, die geöffnet wurden. Während die Bornholmer Straße und andere innerstädtische Kontrollpunkte am Abend des 9. November von den Menschenmengen überwältigt wurden, öffnete Stolpe erst in den frühen Morgenstunden des 10. November.

Die Anlagen des Kontrollpunkts wurden abgerissen, und das Gebiet wurde neu bebaut. Historische Markierungen am Standort beschreiben die kurze, siebenjährige Betriebsgeschichte des Übergangs.

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