Grenzturm Bergfelde

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Grenzturm Bergfelde

Wachturm   Hubertussee, 16540 Hohen Neuendorf  

Der Bergfelder Wachturm ist ein ehemaliger Grenz-Kommandoposten, versteckt in einem aufgeforsteten Gebiet nahe dem Hubertussee in Hohen Neuendorf, nördlich von Berlin. Er dient heute als Gedenkstätte für Joachim Mehr und weitere Opfer, die beim Versuch starben, die Grenze in diesem Gebiet zu überwinden.

Joachim Mehr war 19 Jahre alt, als er am 3. Dezember 1964 von Grenzposten erschossen wurde, während er versuchte, nahe Bergfelde nach West-Berlin zu fliehen. Er war einer von mindestens drei Menschen, die in diesem Grenzabschnitt getötet wurden, wo dichter Wald auf beiden Seiten die Illusion erzeugte, eine Flucht könnte möglich sein.

Eingang mit Gedenkstele und Fotos des ehemaligen Grenzwachturms.

Eingang mit Gedenkstele und Fotos des ehemaligen Grenzwachturms. (Foto: Jannette)

Der Wachturm selbst ist ein standardmäßiger DDR-Grenzbeobachtungsturm (Beobachtungsturm), einer von Hunderten, die die Mauer und die innerdeutsche Grenze säumten. Nach der Wiedervereinigung wurden die meisten abgerissen, wodurch die erhaltenen Exemplare immer seltener wurden. Der Bergfelder Turm wurde von der Deutschen Waldjugend erhalten, einer ökologischen Jugendgruppe, die das Bauwerk als Stützpunkt für Naturschutzaktivitäten nutzt.

Gedenkmarkierungen entlang des Berliner Mauerwegs nahe dem Turm erinnern an die Opfer. Das umliegende Gebiet wurde aufgeforstet und ist heute ein Naturschutzgebiet, auch wenn sich in der Landschaft noch Spuren der Grenzanlagen finden lassen.

Gedenkstele an die Berliner Mauer und Grenzwachturm

Gedenkstele an die Berliner Mauer und Grenzwachturm (Foto: Jannette)

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