Grenzübergang Waltersdorfer Chaussee

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Grenzübergang Waltersdorfer Chaussee

Grenzübergang   Waltersdorfer Chaussee, 12529 Berlin  

Der Grenzübergang Waltersdorfer Chaussee war ein einzigartiger Transitkontrollpunkt, der eigens für West-Berliner geschaffen wurde, die zum Flughafen Schönefeld in Ost-Berlin reisten. Mit seiner Eröffnung 1963 erfüllte er eine rein praktische Funktion im ansonsten starren Grenzsystem.

Als die Mauer 1961 errichtet wurde, verloren die West-Berliner den Zugang zu Schönefeld, dem wichtigsten Flughafen Ost-Berlins. Der Grenzübergang Waltersdorfer Chaussee wurde 1963 eingerichtet, um den Transit zum Flughafen zu ermöglichen, ohne das eigentliche Ost-Berlin zu betreten. Die Passagiere wurden per Bus entlang einer festgelegten Route begleitet, wobei die Passkontrollen am Übergang durchgeführt wurden.

Gedenktafel, Grenzübergang, Waltersdorfer Chaussee, Berlin-Rudow, Deutschland

Gedenktafel, Grenzübergang, Waltersdorfer Chaussee, Berlin-Rudow, Deutschland (Foto: OTFW, Berlin)

1980 wurde ein Shuttlebus-Dienst eingeführt, um den Ablauf zu straffen. Nach 1985 wurde die Passkontrolle in eine Transithalle am Flughafen selbst verlegt, was die Rolle des Kontrollpunkts verringerte. Der Übergang blieb bis zum Mauerfall im November 1989 in Betrieb.

Heute sind nur wenige bauliche Überreste des Übergangs erhalten. Der Bau der Autobahn A113 in den 1990er Jahren zerstörte den Großteil der Grenzinfrastruktur. Eine Gedenktafel markiert die ungefähre Lage des ehemaligen Kontrollpunkts.

Gedenktafel, Grenzübergang, Waltersdorfer Chaussee, Berlin-Rudow, Deutschland

Gedenktafel, Grenzübergang, Waltersdorfer Chaussee, Berlin-Rudow, Deutschland (Foto: OTFW, Berlin)

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