Tunnel 37 – Brunnenstraße

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Tunnel 37 – Brunnenstraße

Fluchtort   Brunnenstraße 141, 10115 Berlin  

Eine Gedenktafel markiert den Ort eines Fluchttunnels, durch den 37 Menschen von Ost- nach West-Berlin in die Freiheit gelangten. Der Tunnel war einer von mindestens sieben, die zwischen 1962 und 1971 in einem 350 Meter langen Abschnitt nahe der Bernauer Straße gegraben wurden. Heute unterhält der Verein Berliner Unterwelten einen Zugang in den Kellern unter diesem Gebäude, über den Besucher den einzigen originalen Fluchttunnel besichtigen können, der noch unter der ehemaligen Mauer sichtbar ist.

Der Abschnitt der Bernauer Straße und die umliegenden Straßen waren der am intensivsten untertunnelte Bereich der gesamten Berliner Mauer. Zwischen 1962 und 1971 wurden innerhalb von nur 350 Metern mindestens sieben Fluchttunnel angelegt – eine Dichte, die nirgendwo sonst entlang der Grenze erreicht wurde. Das Gelände begünstigte dies: Der sandige Berliner Boden ließ sich relativ leicht graben, und die Häuserzeile entlang der Grenze bot günstige Ausgangspunkte.

Gedenktafel für Tunnel 37 an der Brunnenstraße 141

Gedenktafel für Tunnel 37 an der Brunnenstraße 141 (Foto: OTFW)

Tunnel 37 – benannt nach der Zahl der Menschen, die durch ihn flohen – verlief vom Keller der Brunnenstraße 141 im Westen zu einem Gebäude auf der östlichen Seite der Grenze. Heute hat der Ort ein zweites Leben: Der gemeinnützige Verein Berliner Unterwelten e.V. hat in den Kellern unter dem Gebäude einen Besucherzugang errichtet. Seine „Tour M“ führt Besucher unter die Erde, um den einzigen originalen Fluchttunnel zu besichtigen, der noch unter der ehemaligen Mauer sichtbar ist – eine seltene Gelegenheit, die beengten Bedingungen nachzuempfinden, die Hunderte von Menschen bei ihrer Flucht in die Freiheit ertragen haben.

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