Teufelsberg

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Teufelsberg

Kalter-Krieg-Ort   Teufelsseechaussee 10, 14193 Berlin  

Ein künstlicher Hügel aus 26 Millionen Kubikmetern Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs im Grunewald. Die US-amerikanische National Security Agency errichtete auf dem Gipfel eine Abhörstation, um die Kommunikation des Ostblocks abzufangen. Die verlassenen geodätischen Radome sind heute ein Ziel für Street Art und bieten einen Panoramablick über Berlin.

Der Teufelsberg erhebt sich 120 Meter über dem Meeresspiegel und ist damit der höchste Punkt im westlichen Berlin. Der Hügel entstand zwischen 1950 und 1972 durch das Aufschütten von schätzungsweise 26 Millionen Kubikmetern Kriegstrümmern der zerstörten Stadt – genug, um die darunter liegende, von Albert Speer entworfene wehrtechnische Fakultät der Nationalsozialisten zu begraben.

Übersicht über den Teufelsberg

Übersicht über den Teufelsberg (Foto: Rodrigo Argenton)

Während des Kalten Krieges betrieben die US-amerikanische National Security Agency (NSA) und britische Geheimdienste auf dem Gipfel eine hochentwickelte Abhörstation, die unter charakteristischen geodätischen Radomen untergebracht war. Von diesem Aussichtspunkt aus konnten sie Funk- und Telefonkommunikation im gesamten Ostblock abfangen, was den Teufelsberg zu einem der wichtigsten Standorte der Fernmeldeaufklärung in Westeuropa machte.

Nach der Wiedervereinigung wurde die Abhörstation aufgegeben und die Ausrüstung entfernt. Der Ort ist seither zu einem inoffiziellen Ziel für Street Art geworden; die verfallenen Gebäude und Radome sind mit Wandbildern und Graffiti bedeckt. Geführte Touren bieten Zugang zu den Ruinen und einen Panoramablick über Berlin vom Hügel aus. Trotz mehrerer gescheiterter Entwicklungspläne im Laufe der Jahre liegt der Teufelsberg bis heute in Ruinen – ein Geist des Kalten Krieges auf einem Berg aus Trümmern des Zweiten Weltkriegs.

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