Flughafen Tempelhof

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Flughafen Tempelhof

Luftbrücken-Flugplatz   Platz der Luftbrücke 5, 12101 Berlin  

Der Flughafen, auf dem die Berliner Luftbrücke (1948–1949) die sowjetische Blockade West-Berlins durchbrach – alliierte Flugzeuge landeten alle 90 Sekunden, um die Stadt zu versorgen. Der amerikanische Pilot Gail Halvorsen wurde als „Rosinenbomber“-Pilot berühmt, weil er Süßigkeiten für Kinder abwarf. Das Luftbrückendenkmal („Hungerkralle“) steht am Eingang. Heute ist das ehemalige Flugfeld ein öffentlicher Park, den Berliner zum Radfahren, Skaten und Grillen nutzen.

Tempelhofs Platz in der Geschichte des Kalten Krieges wurde während der Berlin-Blockade von 1948-1949 besiegelt, als die Sowjetunion alle Straßen-, Schienen- und Kanalzugänge nach West-Berlin abschnitt, um die Westalliierten zum Verlassen der Stadt zu zwingen. Als Reaktion darauf starteten die Vereinigten Staaten, Großbritannien und Frankreich eine beispiellose Luftbrücke und flogen rund um die Uhr Versorgungsgüter nach West-Berlin. In Tempelhof landeten Flugzeuge alle 90 Sekunden und brachten Lebensmittel, Treibstoff und Kohle in die belagerte Stadt.

C-54 landet während der Berliner Luftbrücke in Tempelhof, 1948

C-54 landet während der Berliner Luftbrücke in Tempelhof, 1948 (Foto: USAF)

Der amerikanische Pilot Gail Halvorsen wurde zu einer beliebten Persönlichkeit, als er begann, kleine Bündel mit Süßigkeiten an Taschentuch-Fallschirmen für die Kinder abzuwerfen, die sich am Flughafenzaun versammelten. Bekannt als „Candy Bomber“ (auf Deutsch Rosinenbomber), inspirierte er andere Piloten, es ihm gleichzutun, und während der Luftbrücke wurden über 23 Tonnen Süßigkeiten abgeworfen. Das Luftbrückendenkmal, eine geschwungene Betonskulptur, die als „Hungerkralle“ bekannt ist, steht am Eingang des Flughafens; ihre drei Zacken stehen für die drei Luftkorridore nach West-Berlin.

Der Flughafen wurde 2008 nach jahrelangen Debatten für den Flugverkehr geschlossen, und das weitläufige Flugfeld wurde als öffentlicher Park geöffnet: das Tempelhofer Feld. Heute nutzen Berliner die ehemaligen Start- und Landebahnen zum Radfahren, Skaten, Drachensteigen und Grillen. Das monumentale Terminalgebäude, eines der größten Bauwerke der Welt zur Zeit seiner Errichtung in den 1930er Jahren, wird für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt.

Flughafen Tempelhof aus der Vogelperspektive

Flughafen Tempelhof aus der Vogelperspektive (Foto: Hohum)

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