Benannt nach dem historischen Oranienburger Tor, das einst hier stand, liegt dieser U6-Geisterbahnhof nur eine Station nördlich der Friedrichstraße, dem Grenzbahnhof. Westliche Züge fuhren ohne Halt durch den versiegelten Bahnsteig. Heute bedient er das Kulturviertel in Mitte nahe der Neuen Synagoge.
Die Nähe zur Friedrichstraße, dem einzigen Bahnhof in Ost-Berlin, an dem westliche Fahrgäste den Zug verlassen konnten, machte das Oranienburger Tor zu einem besonders sensiblen Punkt im Netz der Geisterbahnhöfe. Bewaffnete Wachen überwachten den versiegelten Bahnsteig mit erhöhter Wachsamkeit und achteten auf jeden Ost-Berliner, der versuchen könnte, in den Tunnel zu gelangen und in einen Zug Richtung Westen zu steigen.
Während der Mauerjahre überwachten bewaffnete Wachen den versiegelten Bahnsteig, während die westlichen U6-Züge ohne Halt hindurchfuhren. Das Hauptanliegen der Wachen war es, zu verhindern, dass Ost-Berliner in den Tunnel gelangten und in einen westlichen Zug stiegen. Heute bedient der Bahnhof das Kulturviertel im Berliner Bezirk Mitte, in Gehweite zur Neuen Synagoge und den Galerien der Auguststraße.
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