Schönholzer Mauerreste

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Schönholzer Mauerreste

Mauerabschnitt   Provinzstraße, 13189 Berlin  

Die Schönholzer Mauerreste sind ein 80 Meter langer, dreieckiger Abschnitt der Berliner Mauer aus der Frühzeit, in den frühen 1960er Jahren aus Trümmerschutt des Zweiten Weltkriegs errichtet. 30 Jahre lang verborgen und vergessen, wurde er 1999 wiederentdeckt und 2018 offiziell als Denkmal anerkannt.

Anders als die glatten Betonplatten der späteren Mauer „dritter Generation“, die die meisten Besucher an Gedenkstätten sehen, zeigen die Schönholzer Reste die improvisierte Bauweise aus den ersten Jahren der Mauer. Die Sperre wurde hier aus Trümmern zerbombter Häuser errichtet, aufgeschichtet und zu einer groben Mauer vermörtelt. Diese Bauweise war 1961-62 verbreitet, bevor die DDR die Grenzbefestigungen standardisierte.

Die Mauerreste östlich des Bahnhofs Berlin-Schönholz wurden 2018 identifiziert

Die Reste der Berliner Mauer östlich des Bahnhofs Berlin-Schönholz wurden 2018 identifiziert (Foto: Global Fish)

Der Mauerabschnitt bildet ein Dreieck nahe dem S-Bahnhof Schönholz im Bezirk Reinickendorf. Nach dem Mauerfall 1989 wuchs das Gebiet mit Vegetation zu und geriet weitgehend in Vergessenheit. 1999 wurde es von lokalen Historikern wiederentdeckt, die seine Bedeutung als eines der ganz wenigen erhaltenen Beispiele früher Mauerbauweise erkannten.

Der Ort wurde zum Schutz eingezäunt und 2018 offiziell als Baudenkmal eingetragen. Ein kleiner Aussichtsbereich erlaubt es Besuchern, die Reste zu sehen, die einen deutlichen Kontrast zur technischen Präzision der späteren Mauersegmente bilden, wie sie an Orten wie der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße erhalten sind.

Die Mauerreste östlich des Bahnhofs Berlin-Schönholz wurden 2018 identifiziert

Die Reste der Berliner Mauer östlich des Bahnhofs Berlin-Schönholz wurden 2018 identifiziert (Foto: Global Fish)

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