Aktuelle Nachrichten über die Berliner Mauer: Gedenkstätten, Ausstellungen, Jahrestage und kulturelle Veranstaltungen aus Berlin und der Welt.
Am 27. Oktober 1961 standen etwa zehn amerikanische und zehn sowjetische Panzer rund 100 Meter voneinander entfernt am Checkpoint Charlie, mit scharfer Munition geladen, etwa siebzehn Stunden lang. Es war die einzige direkte gepanzerte Konfrontation zwischen amerikanischen und sowjetischen Streitkräften im gesamten Kalten Krieg, und sie fand an einem Grenzübergang mitten in Berlin statt.
Am 9. November 2026 jährt sich der Fall der Berliner Mauer zum 37. Mal. Um 18:53 Uhr am 9. November 1989 verlas Günter Schabowski auf einer Pressekonferenz die neue Reiseregelung und antwortete auf die Frage, ab wann sie gelte: „sofort, unverzüglich.“ Innerhalb weniger Stunden strömten Tausende Ostberliner zu den Grenzübergängen. Als erster öffnete sich der Übergang Bornholmer Straße, wo die überforderten Grenzer kurz vor Mitternacht die Schranke hoben. In diesem Jahr fällt der Jahrestag in die zweite Berlin Freedom Week (7. bis 14. November 2026), ein stadtweites Festival rund um Freiheit, Demokratie und Menschenrechte. Über hundert Vorträge, Führungen, Filme, Konzerte und Ausstellungen füllen die Woche, organisiert von einem Konsortium um visitBerlin, die Robert-Havemann-Gesellschaft und die Axel Springer Freedom Foundation, unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters. Nicht jede Veranstaltung dreht sich um die Mauer. Wir haben die herausgesucht, die mit den Orten und Geschichten auf unserer Karte verbunden sind.
Der Fotograf Thomas Meyer war acht Jahre auf dem innerstädtischen Mauerstreifen unterwegs. Seine Bilder sind ab 1. Oktober in der Gedenkstätte zu sehen.
Nach der Neubemalung 2009 blieb an der East Side Gallery nur ein Original von 1990. Es wird jetzt konserviert, und ein 1997 in den Park verbanntes Bild ist zurück.
Am 9. September 2026 hat Berlin einen Entwurf für den Checkpoint Charlie gewählt: offener Platz, Dach, Aussichtsplattform – und die Kontrollbaracke bleibt.
Eine Bezirksausstellung in Reinickendorf stellt die Grenzfotografien der Stasi den privaten Aufnahmen der Anwohner gegenüber. Eintritt frei, bis 3. Oktober.
Die Wanderausstellung der Stiftung Berliner Mauer macht vierzehn weitgehend unbekannte Fotografien der Bernauer Straße hörbar, mit Audiodeskription, Brailleschrift und einer kostenlosen Online-Ausgabe.
Eine Sonderausstellung in der Gedenkstätte Berliner Mauer verbindet die Kunst von Marie Jeschke mit historischen Objekten und erzählt von Fluchten über die Ostsee. Bis 20. September 2026.