Checkpoint Charlie wird neu gestaltet: Was jetzt dort steht und was kommt

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Checkpoint Charlie wird neu gestaltet: Was jetzt dort steht und was kommt

10 Aug. , 2026  

Wer Checkpoint Charlie auf dem Berlin-Programm hat, findet dort inzwischen etwas anderes vor. Die BlackBox Kalter Krieg, der kostenpflichtige Ausstellungspavillon an der Ecke Friedrichstraße/Zimmerstraße, hat am 10. Januar 2026 nach 14 Jahren endgültig geschlossen. Errichtet worden war sie 2012 als Provisorium für drei Jahre.

Damit steht der bekannteste Übergang des Kalten Krieges ohne Dauerausstellung da – eine merkwürdige Lücke an einem Ort, der jährlich Millionen Menschen anzieht und seit Jahrzehnten eher von Souvenirständen und verkleideten Darstellern gerahmt wird als von Geschichte.

Was jetzt dort steht

Seit dem 5. März 2026 steht auf dem Vorplatz des asisi-Panoramas, wenige Schritte entfernt, die kostenlose Open-Air-Ausstellung Durch den Eisernen Vorhang. Auf fünf Themeninseln erzählt sie die Geschichte des Übergangs vom Beginn des Kalten Krieges über die deutsche Teilung bis zur Zeit nach 1989, auf Deutsch und Englisch, mit historischen Fotos, Dokumenten und Karten. Es gibt kein Ticket und keine Öffnungszeiten: Sie steht im Freien und ist rund um die Uhr zugänglich.

Der Rest des Ortes ist unverändert. Die Markierung im Straßenpflaster, das nachgebaute Wachhäuschen und das berühmte Schild sind kostenlos und jederzeit zugänglich; das privat geführte Mauermuseum nebenan und das asisi-Panorama gegenüber behalten ihre eigenen Eintrittspreise und Zeiten.

Was kommt

Im Januar 2026 hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer 1,65 Millionen Euro Bundesmittel für eine dauerhafte Außenausstellung mit Informationspavillon zugesagt. Dazu kommen rund 2,35 Millionen Euro des Landes Berlin und eine Million Euro der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin; betrieben wird das Ergebnis von der Stiftung Berliner Mauer.

Der Zeitplan ist lang. 2026 läuft ein Wettbewerb für die Gestaltung des öffentlichen Raums, bis 2028 überbrücken temporäre Ausstellungen die Zeit, ab 2028 beginnt die Umsetzung des eigentlichen Erinnerungsortes. Wer Checkpoint Charlie in den nächsten zwei Jahren besucht, besucht also eine Baustelle in Wartestellung – womit die kostenlose Open-Air-Ausstellung und die Museen links und rechts davon vorerst den Inhalt des Stopps ausmachen.

Quellen: Stiftung Berliner Mauer zur Schließung der BlackBox, zur Förderung und zur Open-Air-Ausstellung.

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