Bridge of Spies – Der Unterhändler (2015) erzählt die wahre Geschichte des Versicherungsanwalts James Donovan, gespielt von Tom Hanks, der den gefangenen sowjetischen Spion Rudolf Abel verteidigen und später einen Gefangenenaustausch auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges verhandeln soll.
| Jahr | 2015 |
|---|---|
| Regisseur | Steven Spielberg |
| Genre | Thriller |
| Sprache | Englisch |
| IMDb | |
| Drehorte |
Glienicker Brücke Checkpoint Charlie |
Nach der Verteidigung Abels in einem politisch aufgeladenen Prozess wird Donovan nach Berlin geschickt, um den Austausch von Abel gegen den abgeschossenen U-2-Piloten Francis Gary Powers zu verhandeln. Die Verhandlungen werden komplizierter, als der amerikanische Wirtschaftsstudent Frederic Pryor von den Ostdeutschen verhaftet wird. Donovan muss sich zwischen CIA-Führungsoffizieren, sowjetischen Agenten und ostdeutschen Funktionären bewegen, um die Freilassung beider Amerikaner zu erreichen.
Der Film spielt während des Baus der Berliner Mauer 1961, und Donovan wird Zeuge der Mauererrichtung während seines Aufenthalts in der geteilten Stadt. Der dramatische Gefangenenaustausch findet auf der Glienicker Brücke statt, der berühmten „Agentenbrücke“ zwischen West-Berlin und Potsdam. Der Checkpoint Charlie kommt vor, als Donovan während der Verhandlungen zwischen den Sektoren wechselt. Einen ausführlichen Bericht über die Spionageaustausche an diesem Ort finden Sie in unserem Guide: Glienicker Brücke: Agentenaustausch im Kalten Krieg.
Einige Berliner Szenen wurden vor Ort gedreht, aber ein Grossteil der Produktion fand im Studio Babelsberg in Potsdam sowie an Sets in Brooklyn und Polen statt. Die Szenen an der Glienicker Brücke nutzten die echte Brücke, wobei historische Details digital ergänzt wurden. Breslau (Wroclaw) in Polen diente als Kulisse für das Ost-Berlin der 1960er Jahre.
Der Film brachte Mark Rylance den Oscar als bester Nebendarsteller für seine Darstellung von Rudolf Abel ein. Er lenkte erneut die Aufmerksamkeit auf die Glienicker Brücke als Wahrzeichen des Kalten Krieges und auf die weitgehend vergessene Geschichte von James Donovans bemerkenswerten Verhandlungen. Das Drehbuch, mitverfasst von den Coen-Brüdern, wurde für die Balance zwischen historischer Genauigkeit und dramatischer Spannung gelobt.