Von der originalen Berliner Mauer ist nur sehr wenig erhalten geblieben. Von den 155 km Mauer, die einst West-Berlin umschlossen, überdauern nur etwa 3 km an verschiedenen Standorten in der Stadt.
Der größte erhaltene Abschnitt ist die East Side Gallery, ein 1,3 km langer Abschnitt entlang der Mühlenstraße, der 1990 von Künstlern aus aller Welt bemalt wurde. Er ist heute die längste Open-Air-Galerie der Welt und steht unter Denkmalschutz.
Der historisch bedeutsamste Abschnitt befindet sich an der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße, wo ein 60 Meter langes Mauerstück im Originalzustand erhalten ist, komplett mit Todesstreifen, Wachtturmfundamenten und Grenzanlagen.
Weitere erhaltene Fragmente sind unter anderem:
Der Rest wurde mit bemerkenswerter Geschwindigkeit abgerissen. Der Großteil der Mauer wurde zerkleinert und als Schotterunterbau im Straßenbau verwendet. Abschnitte wurden verkauft, manche an Sammler und Museen weltweit, andere als kommerzielle Souvenirs. Die berühmten „Mauerstücke“, die Touristen am Checkpoint Charlie verkauft werden, stammen in vielen Fällen gar nicht von der Mauer.
Eine doppelte Pflastersteinreihe im Boden markiert heute den ehemaligen Verlauf der Mauer durch das Berliner Zentrum. Der 160 km lange Berliner Mauerweg folgt der gesamten ehemaligen Strecke und kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden.