Auf dem Gelände der ehemaligen Gestapo- und SS-Zentrale errichtet, zeigt dieses Dokumentationszentrum einen 200 m langen Abschnitt der originalen Berliner Mauer entlang der Niederkirchnerstraße. Anders als die East Side Gallery wurde dieser Abschnitt nie übermalt und zeigt seinen ursprünglichen, verwitterten Zustand. Kostenlose Ausstellungen im Freien und im Gebäude.
Die Geschichte des Ortes reicht weit tiefer als die Berliner Mauer. Von 1933 bis 1945 war dies das Verwaltungszentrum des nationalsozialistischen Terrors: die Zentrale der Gestapo (Geheime Staatspolizei), der SS und des Reichssicherheitshauptamtes, von wo aus der Holocaust und die Verfolgung politischer Gegner koordiniert wurden. Die Gebäude wurden im Krieg weitgehend zerstört und in den 1950er Jahren abgerissen, sodass eine leere Brachfläche zurückblieb, die fast drei Jahrzehnte lang an der Berliner Mauer lag.
Originaler Abschnitt der Berliner Mauer an der Topographie des Terrors (Foto: Dr. Colossus)
Der 200 Meter lange Mauerabschnitt entlang der Niederkirchnerstraße ist einer der längsten erhaltenen Originalabschnitte im Zentrum Berlins. Anders als die bunt bemalte East Side Gallery wurde diese Mauer nie restauriert oder übermalt und zeigt die verwitterte, mit Graffiti bedeckte Oberfläche, die die Westseite der Mauer während ihres gesamten Bestehens prägte. Das 2010 eröffnete Dokumentationszentrum im Gebäude beherbergt Dauerausstellungen zur SS und Gestapo, während die Ausstellung im Freien die Geschichte des Geländes selbst nachzeichnet.
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