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Eins, zwei, drei

12 Juni , 2026  

Eins, zwei, drei (1961) ist Billy Wilders frenetische Kalte-Krieg-Komoedie mit James Cagney als C.R. MacNamara, einem Coca-Cola-Manager in West-Berlin, der die Karriereleiter erklimmen will, waehrend er eine geheime Krise mit der Tochter seines Chefs und einem ostdeutschen Kommunisten bewaeltigen muss.

Eins, zwei, drei – Offizieller Trailer
Jahr1961
RegisseurBilly Wilder
GenreKomödie
SpracheEnglisch
IMDb8.1 / 10
Trailer ansehen

Handlung

MacNamaras Ambitionen, die Londoner Niederlassung von Coca-Cola zu leiten, werden durchkreuzt, als die Teenager-Tochter seines Chefs heimlich Otto Piffl heiratet, einen jungen ostdeutschen Kommunisten. Da sein Chef in Kuerze in Berlin eintrifft, muss MacNamara Otto innerhalb von 24 Stunden vom radikalen Agitator in einen vorzeigbaren kapitalistischen Schwiegersohn verwandeln. Das Ergebnis ist eine atemlose Komoedie aus Taeuschung, Bestechung und Kalte-Krieg-Absurditaet in Maschinengewehr-Tempo.

Bezug zur Berliner Mauer

Der Film hat eine einzigartige historische Bedeutung: Die Dreharbeiten am Brandenburger Tor fanden im Sommer 1961 statt, nur wenige Wochen vor dem Mauerbau am 13. August. Als die Mauer waehrend der Produktion errichtet wurde, konnte das Team nicht mehr am echten Tor drehen. Wilder musste es in einem Muenchner Studio nachbauen. Der Film haelt die letzten Momente relativ freier Bewegung zwischen Ost- und West-Berlin fest und ist damit ein unbeabsichtigtes Zeitdokument der letzten Tage vor dem Mauerbau.

Drehorte

Aussenaufnahmen entstanden am Brandenburger Tor, am Flughafen Tempelhof und in verschiedenen West-Berliner Strassen. Nach dem 13. August verlagerte sich die Produktion in die Bavaria Filmstudios in Muenchen, wo Kulissen das Tor und Ost-Berliner Strassen nachbildeten. Die Coca-Cola-Abfuellanlage-Szenen wurden in einer echten Anlage in West-Berlin gedreht.

Kulturelle Bedeutung

Zunaechst ein Kassenflop — das Publikum fand Kalte-Krieg-Humor bei frisch gebauter Mauer unangemessen — wurde der Film spaeter als eine von Wilders virtuosesten Komoedien neu bewertet. Es war James Cagneys letzter Kinofilm vor seinem Ruhestand. Der Dialog enthaelt mehr Witze pro Minute als fast jede andere Hollywood-Komoedie seiner Aera, und die satirischen Seitenhiebe auf Kapitalismus und Kommunismus bleiben Jahrzehnte spaeter treffend.

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