Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland in vier Zonen aufgeteilt. Berlin wurde auf ähnliche Weise geteilt. Da Berlin geografisch innerhalb der sowjetischen Zone Deutschlands lag, waren die alliierten Sektoren Berlins im Wesentlichen vom sowjetischen Ostdeutschland umgeben.
Dies bot jedem fluchtbereiten DDR-Bürger eine Möglichkeit zur Flucht. Man reiste einfach nach West-Berlin und konnte von dort aus im Westen leben.
Schätzungen zufolge waren bis 1961 rund 3,5 Millionen Ostdeutsche nach West-Berlin übergesiedelt. Das waren beachtliche 20 % der Bevölkerung der DDR zu jener Zeit.
Die Berliner Mauer war die Antwort des Ostens auf diesen Fluchtweg.
Die Mauer war der letzte Zug in einer vierjährigen diplomatischen Krise. Die ganze Geschichte erzählt Chruschtschows Berlin-Ultimatum: Die Krise, die die Mauer baute.