Fakten

Wer baute die Berliner Mauer?

19 März , 2016  

Die Berliner Mauer wurde von der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) errichtet, mit Billigung und Unterstützung der Sowjetunion.

Die Operation mit dem Decknamen „Rose“ (Operation Rose) wurde unter strenger Geheimhaltung geplant. Selbst viele hochrangige DDR-Funktionäre wurden erst im letzten Moment informiert. Die Schlüsselfiguren dahinter waren:

Walter Ulbricht, das Staatsoberhaupt der DDR, der öffentlich jegliche Pläne zum Bau einer Mauer bestritten hatte – nur zwei Monate zuvor, am 15. Juni 1961, erklärte er: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“ Es bleibt eine der berühmtesten Lügen des Kalten Krieges.

Erich Honecker, damals ZK-Sekretär für Sicherheitsfragen der SED, war der operative Organisator. Er koordinierte die Logistik der nächtlichen Grenzabriegelung und wurde später Ulbrichts Nachfolger als Staatschef der DDR.

Nikita Chruschtschow, der sowjetische Ministerpräsident, gab die endgültige Genehmigung. Die Entscheidung wurde Anfang August 1961 auf einem Treffen des Warschauer Pakts formell beschlossen. Ohne sowjetische Rückendeckung hätte die DDR nicht handeln können.

In den frühen Morgenstunden des 13. August 1961 riegelten rund 40.000 ostdeutsche Soldaten, Polizisten und Angehörige der Kampfgruppen (Betriebskampfgruppen) die Grenze mit Stacheldraht, Betonpfosten und improvisierten Barrieren ab. Die Berliner erwachten und fanden ihre Stadt geteilt vor. Familien, Freunde und Nachbarn wurden über Nacht getrennt.

Der anfängliche Stacheldraht wurde schrittweise durch dauerhaftere Bauwerke ersetzt und entwickelte sich schließlich über vier Generationen zu der gewaltigen Betonbarriere, die 28 Jahre lang stand. Die vollständige Geschichte dieser Nacht finden Sie unter Wann wurde die Berliner Mauer gebaut?.

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