Fakten

Wann wurde die Berliner Mauer gebaut?

19 März , 2016  

Die Berliner Mauer wurde am 13. August 1961 errichtet.

In den frühen Morgenstunden dieses Sonntags begannen ostdeutsche Soldaten und Arbeiter, die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin mit Stacheldraht, Betonpfosten und improvisierten Absperrungen abzuriegeln. Die Berliner erwachten und fanden ihre Stadt über Nacht geteilt vor.

Die Operation mit dem Decknamen „Rose“ war im Geheimen geplant worden. Selbst viele hochrangige DDR-Funktionäre wurden erst im letzten Moment informiert. Der sowjetische Ministerpräsident Nikita Chruschtschow hatte seine Zustimmung gegeben, und 40.000 ostdeutsche Soldaten und Polizisten wurden zur Durchsetzung der Sperrung mobilisiert.

In den ersten Tagen bestand die „Mauer“ aus kaum mehr als Stacheldraht und Hohlblocksteinen. Entlang der Bernauer Straße dienten die Fassaden von Wohnhäusern als Grenze – verzweifelte Bewohner sprangen aus den Fenstern der oberen Stockwerke nach West-Berlin, bevor die Fenster zugemauert wurden. Ein ikonisches Foto zeigt den DDR-Grenzsoldaten Conrad Schumann, der am ersten Tag über den Stacheldraht springt.

Die Reaktion des Westens fiel verhalten aus. US-Präsident Kennedy war zwar privat empört, erkannte aber, dass eine Mauer einem Krieg vorzuziehen war. Seine berühmte Bemerkung – „Eine Mauer ist verdammt viel besser als ein Krieg“ – spiegelte das Kalkül des Kalten Krieges wider. Erst im Juni 1963 besuchte er Berlin und hielt seine beruhmte „Ich bin ein Berliner„-Rede.

Der anfängliche Stacheldraht wurde nach und nach durch dauerhaftere Bauwerke ersetzt und entwickelte sich schließlich über vier Generationen zu der gewaltigen Betonbarriere, die bis 1989 stand.

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