Zwei US-Präsidenten statteten der Berliner Mauer während des Kalten Krieges bedeutende Besuche ab: John F. Kennedy 1963 und Ronald Reagan 1987. Beide hielten Reden, die zu prägenden Momenten der Epoche wurden.
John F. Kennedy – 26. Juni 1963
Kennedy besuchte West-Berlin zwei Jahre nach dem Mauerbau, zu einer Zeit, als sich die West-Berliner von der verhaltenen westlichen Reaktion auf den Bau im Stich gelassen fühlten. Vor einer Menschenmenge von Hunderttausenden vor dem Schöneberger Rathaus hielt er seine berühmte „Ich bin ein Berliner„-Rede – eine kraftvolle Solidaritätserklärung mit den Menschen in West-Berlin. (Entgegen dem populären Mythos war der Satz grammatikalisch korrekt und wurde genau so verstanden, wie er gemeint war – kein deutscher Zuhörer dachte, er bezeichne sich als Berliner Pfannkuchen.)
Während seines Besuchs blickte Kennedy auch von einer Aussichtsplattform am Checkpoint Charlie auf die Mauer:

Ronald Reagan – 12. Juni 1987
Reagan stand am Brandenburger Tor und forderte den sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow direkt heraus: „Mr. Gorbachev, tear down this wall!“ Die Rede war damals umstritten – Reagans eigenes Außenministerium hatte versucht, den Satz streichen zu lassen -, aber sie wurde zu einem der meistzitierten Aussprüche des Kalten Krieges. Die Mauer fiel etwas mehr als zwei Jahre später.
Reagan hatte West-Berlin bereits früher besucht, 1982, als er am Checkpoint Charlie fotografiert wurde:

Nach der Mauer
Barack Obama besuchte Berlin im Juni 2013 und sprach am Brandenburger Tor, in Anknüpfung an Kennedys und Reagans Besuche. Er sprach vor einem Publikum auf der Ostseite des Tores – einem Ort, der während des Kalten Krieges mitten im Todesstreifen gelegen hätte.