Weissensee (2010-2018) ist ein gefeiertes deutsches Fernsehdrama über zwei Familien in Ost-Berlin, die regimetreuen Kupfers und die oppositionellen Hausmanns, durch das letzte Jahrzehnt der DDR und den Mauerfall hindurch.
| Jahr | 2010 |
|---|---|
| Regisseur | Friedemann Fromm |
| Genre | TV-Serie |
| Sprache | Deutsch |
| IMDb | |
| Drehorte |
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen |
Angesiedelt im Ost-Berliner Stadtteil Weissensee, beginnt die Serie 1980 mit der verbotenen Romanze zwischen Martin Kupfer, dem Sohn eines hochrangigen Stasi-Offiziers, und Julia Hausmann, der Tochter einer mit Auftrittsverbot belegten Liedermacherin. Ihre Liebe setzt eine Saga aus Überwachung, Verrat, Erpressung und geteilten Loyalitäten in Gang, die beide Familien umfängt. Über vier Staffeln bewegt sich die Geschichte von der verfestigten Diktatur der frühen 1980er Jahre über die wachsende Unruhe des Jahrzehnts bis zur Nacht des Mauerfalls und den ungewissen, abrechnungsreichen Jahren der Wiedervereinigung.
Weissensee ist ein Panorama dessen, wie der geteilte Staat das Privatleben formte. Die Stasi-Maschinerie aus Spitzeln und Einschüchterung, die Privilegien der Parteielite und der ständige Reiz und die Gefahr des Westens treiben das Drama an. Der Mauerfall ist kein Endpunkt, sondern ein Angelpunkt, der alte Geheimnisse offenlegt und jede Figur zwingt, sich mit dem auseinanderzusetzen, was sie unter dem Regime getan hat.
Die Serie wurde in und um Berlin gedreht und rekonstruierte die Wohnungen, Ministerien und Strassen des Ost-Berlins der 1980er Jahre, darunter jene Art von Stasi-Einrichtungen, wie sie heute in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen erhalten sind.
Oft mit der Spionageserie Deutschland 83 verglichen und als eine der besten Leistungen des deutschen Fernsehens gerühmt, gewann Weissensee Grimme- und Bambi-Preise und erreichte ein grosses internationales Publikum. Ihr generationenübergreifender Bogen machte sie zu einer prägenden Fernsehbehandlung des Lebens auf der östlichen Seite der Mauer.