Neue Tafeln erzählen die Geschichte der Geisterbahnhöfe neu

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Neue Tafeln erzählen die Geschichte der Geisterbahnhöfe neu

14 Aug. , 2026  

Zum Programm anlässlich des 65. Jahrestags des Mauerbaus haben Kulturprojekte Berlin und die Stiftung Berliner Mauer neue Beschilderung in die S-Bahnhöfe entlang eines der stillsten und seltsamsten Abschnitte der geteilten Stadt gebracht: der Strecke vom Brandenburger Tor über die Friedrichstraße bis zur Oranienburger Straße und zum Nordbahnhof.

In den Bahnhöfen selbst hängen großflächige Hinweise, ausführlichere Ausstellungstafeln stehen am Bahnhof Friedrichstraße und am Nordbahnhof. Gemeinsam erzählen sie neu, was diese Bahnhöfe zu Zeiten der Teilung waren.

Warum diese Bahnhöfe

Als die Grenze im August 1961 geschlossen wurde, verliefen mehrere West-Berliner Linien weiterhin unter Ost-Berlin hindurch. Die Züge fuhren, doch die Bahnhöfe auf dem Weg waren verschlossen, die Zugänge zugemauert, die Bahnsteige von bewaffneten Posten bewacht. Die Fahrgäste passierten schwach beleuchtete, leere Stationen ohne Halt. In West-Berlin hießen sie Geisterbahnhöfe.

Die Friedrichstraße war die Ausnahme und der merkwürdigste Fall überhaupt: nicht verschlossen, sondern zum Grenzübergang mitten in einem funktionierenden Bahnhof ausgebaut, mit dem Tränenpalast nebenan für den Abschied. Am Nordbahnhof ist die Geschichte heute am besten ablesbar, dort gibt es bereits eine Dauerausstellung zu den Grenz- und Geisterbahnhöfen.

Unser Beitrag zu den Geisterbahnhöfen der Berliner Mauer geht das ganze Netz Station für Station durch, und alle liegen auf der interaktiven Karte.

Wie lange sie bleiben

Hinweise und Tafeln wurden für das Jubiläumsprogramm vom 13. bis 16. August 2026 installiert. Keiner der Veranstalter hat mitgeteilt, ob sie dauerhaft bleiben oder mit dem Programmende wieder abgebaut werden. Wer sie sicher sehen möchte, sollte vor dem Programmende am 16. August hingehen. Die Dauerausstellung am Nordbahnhof ist davon in jedem Fall nicht betroffen.

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